Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem arbeitet 24 Stunden, 7 Tage die Woche daran, Pilze, Viren, Bakterien und Schadstoffe im Körper zu isolieren, zu neutralisieren und abzutransportieren. Dabei werden regelmäßig sogenannte Mikronährstoffe verbraucht. Mikronährstoffe ist der Oberbegriff für Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Auch im Alter lässt das Immunsystem nach. Dann ist es besonders empfehlenswert die körpereigene Immunabwehr zielgerichtet zu stärken.

Eine gesunde, vollwertige Ernährung mit viel Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte.

Farbkräftige und vitaminreiche Beeren und Gemüsesorten helfen dabei.

Auch Kräuter, Gewürze  und Heilpflanzen können die körpereigene Abwehrkraft stärken und den Organismus unterstützen, dass der Körper vor Krankheitserreger geschützt ist.

Rosenkohl, zum Beispiel, wächst in der kalten Jahreszeit und ist besonders reich an Vitamin C und hilft außerdem durch seine Ballaststoffe, Bitterstoffe und wenig Kalorien beim Abnehmen.

Jeden Tag 20 Minuten Bewegung in der frischen Luft, Sonnenlicht und eine angemessene Abhärtung des Körpers                     ( Schwimmen, Sauna, Kneippen, leichter Ausdauersport ) stärken das Immunsystem und hält fit.

Füße bitte warm halten, denn warme Füße durchbluten besser die Kopfregion und das wiederum stärkt die Schutzbarriere der Nasen-Rachenschleimhaut.

Ganz wichtig ist ausreichend Schlaf, das hilft Kräfte sammeln und Stress abbauen, denn durch Stress wird das Immunsystem geschwächt.

 

Bitterstoffe

"Was bitter dem Mund ist dem Magen gesund," ist eine alte Volksweisheit.

 

Bitter ist für unseren Körper wohltuend, die Verdauungssäfte fließen und der gesamte Stoffwechsel wird unterstützt.

Bitter macht warm, ist wohltuend im Winter, für ältere Menschen oder immerzu Frierende.

Bitterstoffe haben eine kräftigende Wirkung für den Körper insgesamt. Sie sind appetitanregend, aber auch blähungs-, gärungs- und fäulniswidrig.

Bitterstoffe sind leber- und gallefunktionsfördernd und verbessern somit die Fettverdauung.

Bitterstoffe wirken immunstimmulierend, auswurffördernd und fiebersenkend. Durch die verbesserte Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 wird die Blutbildung angeregt. Bei ständiger Müdigkeit und Antriebslosigkeit ist möglicherweise ein schlechtes Resorptionsvermögen des Magen- Darmbereichs die Ursache. Hier lohnt sich ein Versuch mit Bittermittel.

Bitterstoffe regen den Sympatikus (Antriebsnerv) und den Parasympatikus (Ruhenerv) an. Erschöpfte Menschen bekommen mehr Antriebskraft und nervöse Menschen können besser entspannen.

Bitterstoffe erhöhen die Kontraktionskraft des Herzens. Blut und Wärme werden besser im Körper verteilt und die Koronargefäße besser versorgt.

Bitterstoffe machen warm ums Herz und eignen sich für Menschen, die ihre Spannkraft verloren haben, die lethargisch und antriebslos dem Leben geben überstehen.

Bitterstoffe können helfen, Herz und Geist wieder zusammenzufügen und die Willenskraft zu stärken.

Bitterstoffe gelten als Mutmacher, die unterstützen können, depressive Verstimmungen zu mindern und bei Entscheidungsschwierigkeiten zu Klarheit und Standfestigkeit zu kommen.

 

Heilpflanzen, die Bitterstoffe enthalten:

Gelber Enzian, Tausendgüldenkraut, Artischocke, Beifuß, Benediktinerkraut, Endivie, Chichoree, Löwenzahn, Mariendistel, Schafgarbe, Wasserdost, Wegwarte, Wermut, Galgant, Hanf, Herzgespann, Hopfen, Ingwer, Isländisch Moos, Kalmus, Orange, Pommeranze, Teufelskralle, Weißdorn

 

Fruktose

Fruktose ist Fruchtzucker und natürlicherweise in Obst und Gemüse in unterschiedlicher Konzentration enthalten und in dieser Form nicht schädlich. Zu einer gesunden Ernährung gehören 5 Portionen (5 Hand voll) Obst und Gemüse am Tag. Je natürlicher und frischer dieses Obst und Gemüse ist, desto besser. In Trockenobst und reifen Früchten ist der Fruktosegehalt höher. Fruktose wird vom Darm aufgenommen und in der Leber abgebaut, sie wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Größere Mengen von Fruktose wirken sich schlecht auf den Fettstoffwechsel aus. Gesundheitsgefährdend ist vor allem die industriell hergestellte Fruktose. Reine Fruktose ist doppelt so süß wie reine Glukose und sehr günstig in der Herstellung. Deswegen wird Fruktosesirup oder Fruktose/Glukosesirup in vielen Fertignahrungsmittel eingesetzt. Vor allem Fruchtsäfte und Limonaden sind mit diesen Süßungsmitteln gesüßt.

Für den Abbau von normalen Fruktosemengen ist unser Darm bestens ausgerüstet. Gelangen jedoch grosse Mengen Fruktose in den Körper, ist der Dünndarm schnell überfordert. Er kann die Fruktose nicht vollständig ans Blut weitergeben, die überschüssige Fruktose wird in den Dickdarm weitergeleitet. Die sogenannten „schlechten“ Bakterien freuen sich über dieses Festmahl und vermehren sich sehr schnell. Es werden eine Menge Gase und Säuren produziert. Viele Menschen bekommen dies in Form von Bauchweh, Blähungen oder Durchfall zu spüren. Die guten Bakterien werden verdrängt, pathogene Keime, Bakterien und Pilzen bietet dieses Milieu einen optimalen Lebensraum. Das Immunsystem wird geschwächt, was letztendlich zu vielen Erkrankungen führen kann.  

 

Fruktose und damit auch der Haushaltszucker, der aus Fruktose und Galaktose besteht, verändern das Darmmilieu negativ, deswegen empfehlen wir wenig Zucker zu verzehren und wenn möglich auf natürliche Zuckeraustauschstoffe umzusteigen

 

Letztlich liegt es allein an uns Verbraucher selbst, für welche Art von Nahrungsmittel wir uns entscheiden.

Dazu müssen wir (wieder) lernen, unserem Genusssinn und Bauchgefühl zu vertrauen.

Mit einer Ernährungsumstellung können wir die Stellschrauben im Stoffwechsel neu stellen.

 

 

Gesundheit beginnt im Darm

Unsere Verdauung ist der zentrale Vorgang im Organismus zur Aufrechterhaltung der Gesundheit. Ist die Verdauung oder der Stoffwechsel gestört, dann sammeln sich im gesamten Körper Giftstoffe an. Auch auf der seelischen Ebene können durch unverdaute Erlebnisse und Probleme sogenannte Schlacken entstehen, die der Gesundheit schaden.

Wichtig ist die rückstandslose Umwandlung der Nahrung im Körper. Gelingt dies nicht, so entstehen meist dadurch nicht nur Verdauungsprobleme, sondern auch Müdigkeit, Heißhunger, Anfälligkeit für Infektionen oder auch häufige Erkältungen.

 

Die Aufgaben des Darms:

-        Aufspaltung der Nahrung

-        Resorption von Vitalstoffen, Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch Zucker, Fett 

         und Eiweiß

-        Grenzfläche zur Außenwelt, Schutz der Darmbarriere

-        Sitz des Immunsystems, 70-80% aller Entscheidungen, ob wir gesund bleiben oder krank werden, wird in unserem 

         Darm gefällt

-        Produktion von Enzymen, Hormonen, Vitaminen. 

-        Sitz des emotionalen Gedächtnisses und unseres zweiten Gehirns

-        Säure-Basen-Ausgleich, die Schaffung des richtigen Milieus ist elementar, um die Gesundheit aufrecht zu erhalten.

-        Entgiftung

-        Stärkung der natürlichen Heil- und Regenerationsfähigkeit

 

Der Darm und seine Bewohner:
Ein gesunder Darm zeichnet sich durch eine hohe Bakterienbesiedelung aus. Leider wird die Darmbesiedelung durch Medikamente,  Giftstoffe, Konservierungsstoffe, Spritzmittel und falsche Ernährung gestört. Auch Stress hat sehr negative Auswirkungen und dezimiert die guten Darmbakterien. Die Folge ist Gärung, Blähungen und Entzündungen der Darmschleimhaut.

 

Nutzen von Probiotika:

-        Reinigung des Darmes, tägliche Versorgung mit Lactobacillen und Bifidobakterien

-        Schutz der Darmschleimhäute

-        Produktion von Vitaminen, Enzymen, versch. Aminosäuren und essentiellen FS

-        Kämpfer gegen krankheitserregende Keime

-        Förderung der Aufnahme von Enzymen aus der Nahrung, Leber und Galle werden durch diese Darmbakterien

         unterstützt

-        Stabilisierung des Immunsystems – Produktion von Immunzellen

-        Anregung der Produktion von Schleimhaut

-        Abbau von Stoffwechselgifte

 

Ballaststoffreiche Nahrung – warum ist sie für den Darm so wichtig?

-        Wichtig für die schlanke Linie: Sie können viel Wasser aufnehmen, es entsteht ein schnelleres Sättigungsgefühl und

         eine verzögerte Magenentleerung. 

-        Wichtig bei einem trägen Darm: Aufgequollene Ballaststoffe bringen den Darm dazu, seinen Inhalt rascher in Richtung 

         Darmausgang zu bewegen.

-        Wichtig bei Hämmorrhoiden und Divertikeln: Der Stuhl wird weicher und die Darmpassage erfolgt ohne Anstrengung.

-        Wichtig für das Wohlfühlen: Je mehr Bakterien sich in unserem Darm ansiedeln, desto mehr Energie liefern sie in 

         unsere Zellen.

 

Lösliche Ballaststoffe quellen auf und sind bei einem entzündetem Darm auch gut verträglich, wie z.B.: Apfelpektin, Inulin (enthalten in Tobinambur, Zwiebel, Chicorre) und Oligofructose (enthalten in:  Chicoreewurzel, Schwarzwurzel, Radicchio, Endivie, Spargel, Broccoli, rote Beete, Zuckererbsen, Zwiebel und Knoblauchgwächsen). Diese Fasern helfen, den Darm zu säubern und die verdauungsfördernden gesunden Bakterien mit Vitalstoffen zu versorgen.  

Präbiotische Ballaststoffe helfen Menschen mit träger Verdauung, die gesunden Bakterien zu vermehren und das Milieu im Darm zu verbessern.  

 

 

Fleischkonsum

Fleisch war lange Zeit Wohlstandssymbol, heute haben wir das Problem, dass wir zuviel Fleisch essen. Die Folge ist, dass wir an Zivilisationskrankheiten leiden. Unsere Großeltern kannten viele dieser Krankheiten nicht, sie aßen weniger tierische Produkte, obwohl sie mehr körperlich arbeiteten.

Auswirkungen eines zu hohen Fleischverzehrs:

-        Übergewicht

-        Cholesterin, erhöhte Blutfettwerte

-        Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Verstopfung, Darmerkrankungen,

Nicht alle diese Krankheiten haben nur 1 Ursache, aber ein zu hoher Verzehr an tierischen Fetten fördern diese Krankheiten, daüber sind sich alle Wissenschaftler einig.

Das Problem liegt nicht im Fleisch an sich, sondern an dem zuviel an tierischen Eiweißen und Fetten. Wenn wir von Fleisch reden, denken wir meistens an das Schnitzel, das Steak oder den Braten. Aber es geht insgesamt um tierische Fette und Eiweiße die in Wurst, Schinken, Speck, Fisch, Milch, Butter, Käse, Sahne, Eier usw. Enthalten sind.

Im Fleisch fehlen die Ballaststoffe völlig, diese sind aber so wichtig für den Darm. Sicher ist Vitamin B12 im Fleisch enthalten, deswegen ist ein kompletter Verzicht von Fleisch nicht unbedingt ratsam. Früher kam das Fleisch von kleinen landwirtschaftlichen Familienbetrieben mit hofeigenem Dünger, gesunder Fruchtfolge und gutem Futter. Heute ist das ein Industrie: man spricht von der Tier- und Pflanzenproduktion.

 

Tipp:

Wiederkäuer wie Schafe und Rinder lassen sich nicht so schnell und unnatürlich mästen wie Hähnchen, Enten, Puten oder Schweine. Diese Tiere werden oft auf der Wiese gehalten, auch hier finden wir natürlich Umweltschadstoffe, aber nicht so sehr im Muskelfleisch, sondern im eher im Fettgewebe.

Bei der Weiterverarbeitung von Fleischprodukten oder Wurstsorten gelangen weitere Fremdstoffe in die Nahrungsmittel, auch das Pökeln ist schlecht, hier entstehen hohe Belastungen mit Nitrat oder Nitrit, die das Krebsrisiko fördern.